Das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der P&R Unternehmen

Bis zum 24.07.2018 lief bei den P&R-Gesellschaften das sog. Insolvenzeröffnungsverfahren. Dieses ist mit den Insolvenzeröffnungsbeschlüssen vom 24.07.2018 beendet.

 

Um bis zur Entscheidung über den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine den Gläubigern nachteilige Veränderung über die Vermögenslage des Schuldners zu verhindern, hatte das Amtsgericht - Insolvenzgericht - München zwei Sicherungsmaßnahmen angeordnet:

  • Das Insolvenzgericht hat für alle P&R Gesellschaften vorläufige Insolvenzverwalter bestellt.
  • Ferner hat es angeordnet, dass Verfügungen der Gesellscahften nur mit Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalter wirksam sind.

Die vorläufigen Insolvenzverwalter prüften, ob tatsächlich einer der Insolvenzgründe (d.h. Zahlungsfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung) vorliegt. Die vorläufigen Insolvenzverwalter prüften darüber hinaus, ob ausreichend Masse vorhanden ist, um die Kosten der Insolvenzverfahren zu decken. 

 

Unter den nachstehenden Aktenzeichen laufen derzeit die Insolvenzverfahren gegen die P&R Unternehmensgruppe:

 

P&R-Gesellschaft Aktenzeichen Gericht Verwalter
P & R Container Leasing GmbH 1542 IN 727/18 München Heinke, Philip
P & R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs GmbH 1542 IN 728/18 München Jaffé, Michael
P & R Transport-Container GmbH 1542 IN 1127/18 München Jaffé, Michael
P&R AG 1542 IN 1128/18 München Heinke, Philip

Nach der Pressemitteilung der vorläufigen Insolvenzverwalter war die Bestandsaufnahme aufwändiger als erwartet. Die Vermietung der Container war über die in der Schweiz ansässige P&R Equipment & Finance Corp. und nicht über die deutschen Gesellschaften erfolgt. Nach Angaben der vorläufigen Insolvenzverwaltern waren viele der für die deutschen Gesellschaften wichtigen Daten in der benötigten Form nicht vorhanden. Sie mussten teilweise in aufwändiger Kleinarbeit ermittelt werden, weil die Datensysteme in Deutschland und der Schweiz vollständig voneinander getrennt wurden. Es habe sich um ein enormes Datenvolumen, das nur mit Hochleistungsrechnern verarbeitet werden könne.

 

 

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Beschluss des Insolvenzgerichts München
1542 IN 728_18.pdf
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